Johann Sebastian Bach
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Über Johann Sebastian Bach eine Kurzbiografie zu schreiben
ist eher ein hoffnungsloses Unterfangen.
Interessanter Weise jedoch, und an dieser Stelle hat mich
sein Leben fasziniert, ist Bach kein tiefreligiöser Mensch
oder ernst oder sehr moralisch gewesen. Bach galt als herzenguter
Vater, genoss das Leben in vollen Zügen und hatte zur
Kirche eine aus meiner Sicht eher professionelle Beziehung.
Die beiden unten angegenen Quellen liefern ein schönes
Bild über JeiEssBieh.
Und ganz nebenbei war er für mich sowieso immer einer
der Größten. 
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Kein Witz
Was soll Bach hier in einer Jazz-Thematik? Ganz einfach: Bachs
Basslinien haben eine enorme Faszination. Geht man mal durch Sammlungen
von Changes für Jazz-Standards, trifft man nicht selten auch
auf Bach'sche Werke. Man kann Bachs Musik nämlich nicht selten
für Jazz-Session umbauen, weil die Walking Bass Line oft schon
drin ist, das Schlagzeug nur noch fehlt, und nicht zuletzt viele
Werke von Bach mit erstaunlich modern wirkenden Chord Changes arbeiten.
Er griff quasi einer viele viele Jahre später folgenden Entwicklung
voraus. Dass ich auf dieses Stück mal wieder gestoßen
bin, lag an SongTrellis, wo interessanterweise in der Changes
List auch Procol Harum's A
Whiter Shade Of Pale auftauchte, auch ein Stück, was prima
für Jazz verwurstet werden kann. Da mir die Akkordfolge aber
von irgendwoher anders bekannt vorkam ...
Die Changes habe ich Euch diesmal erspart, es geht hauptsächlich
um die Basslinie. Aber es ist auch sonst für meinen Geschmack
ein wunderschönes Stück, das man selbst gern geschrieben
hätte. Einfach mal wirken lassen.
Dieses Stück heißt im Volltext: Suite für Orchester
in D-Dur, BWV 1068. Bekannter ist es unter seinem Namen Air On
A G String. Es ist eine gute Sache für dieses Stück
die Basslinie mal mit zu spielen, auf Fingersätze und saubere
Technik zu achten. Das Werk hat nämlich mit Jazz Einiges gemeinsam.
Es ist also mehr als Übung gedacht, als ein Beispiel für
eine klassische Bass-Linie, und mal wieder eine kleine Ruhepause.
Ich würde das Stück aber auch jedem Blues- oder Rock-Bassisten
an's Herz legen wollen, schon als technische Übung. Die Celli
doppeln die Basslinie mit Pizzicatos, so als kleine Timing-Hilfe.
Und das eine MP3 ist natürlich ein Play-along, ohne Bass. Und
findet sich auf der JamTrax-Seite.
| Air on a G string |
J. S. Bach |
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(ohne Bass) |
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(mit Bass) |
So, das war's schon. Das heißt, es gilt mehr Ars longa
vita brevis. Denn die Linie ist nicht wirklich nur einfach zu
spielen. Büschen schwieriger? Mal eine eigene Basslinie dazu
schreiben. :-)
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