Zoom Gm-200 (, 2000)
Schmidt's Katze...
Reviewer: Der Felix
Typ: Gitarren-Multi Boden
Effekte: Multi-Effekt
Preis: 333 DM (Neu)
Eingänge: Guitar, Line In (CD-Mix)
Ausgänge: Stereo-Klinke (auch für Kopfhörer), Cinch L/R
Fazit: Das Gm200 hat eine metallene Bodenplatte, ist sonst aus Plastik. Dies gefällt denen, die das POD wegen des Gewichtes nicht tragen können. Ansonsten ist das Gerät recht gut verarbeitet, die Regler machen einen stabilen Eindruck.
An der Anschlussseite finden wir den wohl nötigen Guitar-Input nebst "Hi/Low"-Gainanpassungsschalter. Es folgt ein 3,5mm "Mix in" zum Anschluss von Line-Signalen wie z.B. CD-Player. Nun kommen schon die Ausgänge links und rechts in Form von zwei Cinch (!)-Anschlüssen. Keine Panik, daneben befindet sich ein 6,3mm dickes Loch, in das man wahlweise einen Kopfhörer oder eben auch ganz einfach einen Amp stöpseln kann. Für den Musiker eher irrelevant gibt's hier noch die Buchse zur Energiezufuhr und einen mit "On/Off" betitelten Schalter, dessen Funktion in der knappen aber ausreichenden Bedienungsanleitung beschrieben wird. Hierzu ist zu sagen, daß sich das Gerät auch mit Batterien (6x 1,5V Mignon) betreiben lässt.

Die Oberfläche is übersichtlich gestaltet und in drei "Zeilen" à drei Reglern eingeteilt. Ganz oben befinden sich Drehschalter zur Auswahl des Amps ("Amp Select"), des Effekts ("Effects") und der Ausgangssimulation ("Output Character"). Zeile 2 enthält Regler für Gain, Noise Reduction (ZNR-ZoomNoiseReduction, ein sehr effizient arbeitendes System) und Master Volume.
Ganz unten finden wir dann die Klangregelung, welche dadurch für Verwirrung sorgt, daß sie mit Treble statt mit Bass beginnt. Aber: Öfter mal was anderes...

An Ampsimulationen stehen mehrere Fenders (American Clean, Twin Drive, Blues Tweed) ein Vox (Class A Combo) zwei Marshalls (Britsh Crunch, British Drive - JCM800 UND JCM900!!!) ein "Combo 335" auf dessen Vorbild iche gerade nicht komme, ein Mesa/Boogie (Metal Panel), ein 5150 (endlich!!) (Black Bottom), die obligatorische Soldano-Sim (Modern Lead) und natürlich ein "Fuzz Stack". Insgesamt gibt's hier also 11 Emulationen mehr oder weniger baknnter Amps. Diese lassen sich mit einem von vier Effekten (Chorus, Tremolo, Echo, Reverb) in verschiedener Intensität kombinieren und dann durch den Output Charakter, einer Art Speakersimulation jagen. Hier gibt's auch wieder 11 Möglichkeiten: Off, Punch/Edge/Live, Direct/Air/Wide, Normal/Bright/Warm/Bottom. Diese sind in Gruppen für "Line Audio", "Mtr Recording" und "Guitar Amp" eingeteil und beeinflussen den Klang wesentlich!!

Ab dem Modell "British Drive" ist grundsätzlich ordentlich Verzerrung drin, die Amps davor (bis auf "Twin Drive") haben allesamt einen Regelbereich von Clean bis Crunchig.

Ich bin begeistert!! Aus dem Ding sind wesentlich einfacher brauchbare Sounds rauszukitzeln als aus dem POD. Es klingt irgendwie ... runder, offener. Auf jeden Fall empfehlenswert!
Bewertung:
Stabilität/Zuverlässigkeit:8 / 10
Sound:10 / 10
Bedienbarkeit/Features:10 / 10
Preis/Leistung:10 / 10

GESAMT:10 / 10
 
©Rainer Böttchers, 1995-2009      Impressum/Credits & Maintainer