Meine harte Ware


Hardware: Was sich inzwischen so angesammelt hat

Begonnen hat ja alles mit einer Ensoniq EPS-16-Workstation mit Diskettenlaufwerk. War ja nett, habe ich quasi für 'nen Kasten Bier von meinem Bruder bekommen. Aber eben kein Instrument zum Lernen. Jedoch hatte ich an dieser Stelle endgültig Blut geleckt. Aber zum Kontaktaufnehmen und zum Reifenlassen des Entschlussen reichte das Teil. Dann kam das ...

Yamaha P70

Ist schon für 649€ zu bekommen, selbst bei kleineren Händlern. Positiv bei diesem Preis zu bewerten ist die gut gewichtete Klaviatur, der stabile Aufbau und nicht zuletzt der recht ansprechende Klang. Viele Möglichkeiten an Sounds bietet es nicht, aber wer nur Flügel und etwas E-Piano braucht, ist mit dem Yamaha P70 gut beraten. Das optionale Untergestell macht es zu einem optisch netten Möbelstück, im Gegensatz zu anderen Geräten, die vielleicht im Studio passen, in einem Wohnraum aber Augenkrebs verursachen. Von der Optik bis zum Klang ein sehr empfehlenswertes Teil, ohne technische Gimmicks als positives Merkmal.

Spielt man einige Zeit und hat man doch als Altsack immer noch den "richtigen" Rhodes-Sound im Ohr, will man mehr. Eine unerwartete Auffüllung meines Kontos ließ mich erneut auf die Suche gehen. Gutes Klavier, gutes Rhodes, Möglichkeiten zur externen Erweiterung, keine Soundmaschine oder kein Klangspielzeug, da gab es nicht viele Möglichkeiten. Eines war das Kawai MP-8, das andere ein ...

Clavia Nord Stage88

Für 3000€ nicht gerade ein Schnäppchen, aber im Bereich E-Piano unschlagbar. Rhodes, Yamaha CP-80, Wurlitzer und Hohner Clavinet, da geht doch die Sonne auf. Dazu per USB austauschbare Sounds wie Yamaha C7 in zwei Versionen, Steinway D, zwei Uprights und dann noch Hammond, Fafisa und Vox. Plus kleinem Synth als Beigabe. Die vielen Knöppe mögen zuerst verwirren, aber das Nord Stage ist einfach und übersichtlich bedienbar. Nur wer tiefer gehen möchte, benutzt das flexible Einsatzkonzept. Jede Menge User-Speicher, ein sehr detailliertes Setup und heftige Anschlussmöglichekeiten runden das Bild ab. Man mag vielleicht symmetrische Ausgänge wie beim MP-8 vermissen, dafür macht das Nord Stage als Master-Keyboard eine bessere Figur, indem das externe Gerät wie eine interne behandelt wird. Inklusive sehr umfangreichem MIDI- und Keyboard-Setup. Also auch Split mit intern und extern ist möglich.

Das Nord Stage konzentriert sich rein auf die möglichst beste Reproduktion einiger weniger Instrumente, aber das in voller Breitseite. Dat Janze mit einer sehr präzisen und gewichteten Fatar-Klaviatur, prima spielbar, etwas leichtgängiger als das P70. Kein Kunststoff-Gehäuse, alles Metall und Holz. Schwer. Wenn man etwas für Flügel/Klavier und E-Piano braucht, flexibel sein möchte, keine unnötigen Spielereien wie GM oder so etwas braucht, und auch noch ein sehr gutes Master-Keyboard, das Nord Stage ist es. Mit den eingebauten Effekten ist man dann schnell bei Sounds wie Supertramp, Steh-Wie-Wonder oder eben auch ganz einfach und simpel Klavier oder Rhodes.

Sehr schön am Nord Stage als Master-Keyboard ist eben die separate "Extern Section", die genau so gelayert oder im Split betrieben werden wie alle internen Instrumente. Und daran hängt mein

Kurzweil ME-1

Das ME-1 ist mein Spielzeug. Es liefert mir ein paar nette Streicher und Gitarren sowie einige alternative E- und Akustik-Pianos. Es ist in der Klangqualität nicht mit einem Nord Stage oder einem P140 vergleichbar, aber was Kurzweil aus 16MB Sample-ROM da heraus holt, ist schon eine Klasse für sich. Insbesondere Blechbläser und Bässe sind hervorragend. Gut, manchmal hört man Loop-Points, nicht alle Sounds sind der Bringer, aber so als Ergänzung zum Nord Stage ist das eine nette Kiste. Aber: das ME-1 ist nicht GM-fähig, wer also mit diesem Expander SMF abspulen möchte, ist mit dem Gerät an der falschen Adresse. Auch können keine User-Setups gespeichert werden, was aber dafür mein Nord Stage macht und die passenden BC und PC-Kommando an das ME-1 schickt. Eben take it or leave it. Allerdings mit einem leichten Master-Keyboard ohne Klangerzeugung zusammen gebracht auch eine einfach zu transportierende und gar nicht so schlecht klingende Kombination. Von den Keyboardern auch Preset-Schleuder genannt.

Alles zusammen

sieht es dann so aus (den Behringer-Compressor im Eingang zum PC hier weggelassen):

 

Kawai CN31

Habe ich nicht früher über die Ketarristen und ihre 12 Gitarren gelästert, wo ich doch nur zwei Bässe brauchte (davon einer fretless)?

Ein weiterer Neuzugang aus dem Mai 2007 ist ein sogenanntes Home-E-Piano aus dem Hause Kawai, Modell CN31, das seinen ehrenvollen Platz im Wohnzimmer bekommen hat. Die Entscheidung gegen Yamaha CLP fiel wegen der Tastatur des Kawai. Für die 1200€-Klasse ist die Kawai-Tastatur die beste, wobei ich praktisch alles in Frage kommende (Korg, Yamaha u.s.w.) angefasst habe, aber die Tastatur kam nach meinem Empfinden einem akustischen Piano an nächsten. Auch wenn sie aus Kunststoff gefertigt ist.

Mehrere Stereo- und Mono-Samples von Klavieren, einige E-Pianos und Clavs, ein einfacher Sequencer, Metronom, und eben eingebauter Verstärker und Lautsprecher. Einschalten, spielen, gut. Man hat beim CN31 einfach mehr das Gefühl an einem Klavier zu sitzen, statt an einem Stage-Piano. If I lost it I would buy it again.

Auch optisch ist das Kawai akzeptabel, recht stabil und gut verarbeitet. Für 1200€ ein sehr gutes Angebot.

 

 
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