Und etwas Schnelles mit Pedal


Noch einen Kurzen gefällig? So einen für zwischendurch? Gerade den Jahrgängen vor 1960 mag der Song eher unangenehme Gefühle bis zum Fußnägelaufrollen bescheren, für mich war das so ein Horror-Song, weil er überall gedudelt wurde, und auch einen der ersten Standards auf der Gitarre darstellte: House Of The Rising Sun, am bekanntesten eventuell in der Version von Eric B. und den Animals. Waren das, glaube ich, dunnemals. Dust In The Wind war auch so ein Song, den man dann nicht mehr hören konnte. Da die geschrammelten Stahlseiten in einer Klavierversion ja entfallen, ist das dann doch zu verdauen. Zur Tat ...

In der Notation habe ich nur die Akkorde über die Takte geschrieben, Fingersatz entspricht so dem üblichen Standard, also i.d.R. 1-3-5, bei den Viersätzen auch 1-3-4-5 etc. Umsetzen ist nur an einer Stelle gefordert, nämlich beim zweiten D in der tieferen Lage. Your mileage may vary. Das Stück beginnt mit den Akkorden der Begleitung und Basslinie der Grundakkorde; danach kommt dann ein Schüppchen drauf und die Melodielinie wird mit in das Akkordspiel eingearbeitet. Ist am Anfang nicht ganz so trivial, aber schließlich soll das ja euch eine Übung sein. Übungsinhalt ist hier insbesondere:

  • Spielen von Arpeggios über die Akkorde bis hin zu einer Oktave Umfang.
  • Das Stück ist eine prima Übung für den ersten Gebrauch des Sustain-Pedals!
  • Da die Konzentration in der Hauptsache auf der rechten Hand liegt, muss die linke Hand möglichst autark arbeiten, das Erlernen der Notenpositionen im Freiflug wird geübt.
Als Lernabschnitte erlaube ich mir vorzuschlagen:
  1. Spielen der Akkorde im Ganzanschlag (keine Arpeggios) ohne Melodei.
  2. Umsetzen auf Arpeggios.
  3. Einbauen der Melodielinie.
  4. Bass-Noten üben.
  5. Kombinieren rechte und linke Hand.
  6. Erst jetzt das Pedal dazunehmen.
Noch ein Wort zum Pedal: Am Anfang wird man eher so vorgehen, dass man das Pedal bei der ersten Achtel tritt und beim letzten Achtel wieder zurücknimmt. Ziel aber ist, dass man bei den Übergängen zwischen den Akkorden jeweils die letzten oberen Akkordnoten mit in den Beginn des nächsten Taktes "hinüber" mit nimmt. So klingt es fließender. Der Umgang mit dem Pedal hat mich am Anfang schwerstens Nerven gekostet, weil es so quasi eine dritte Hand ist, die auch noch mit koordiniert werden muss. Und das mit dem Pedal ist auch zuerst nicht ganz so einfach zu bewerkstelligen. Es kann hilfreich sein, das Pedal trocken zu üben, indem man nur mit der rechten Hand z.B. zwischen C und F oder C und Am wechselt (so der rechten Hand nur minimal Aufmerksamkeit widmet). Dabei langsam spielen, den Wechsel zwischen den beiden Akkorde im Klang beobachten, ein Gefühl für die Wirkung bekommen. Auch dieses als mögliche Quickie-Übung für zwischendurch, Pedal-Beobachtung.

 

Downloads
MIDI-Version
PDF-Noten
Finale-Noten
 
©Rainer Böttchers, 1995-2009      Impressum/Credits & Maintainer