Am Anfang war ...


Über dreißig Jahre Mucke und dann wie noch mal weiter?

Mein musikalisch-instrumenteller Hintergrund geht nun in 2007 schon über dreißig Jahre zurück. Klassische Gitarre, E-Gitarre, dann dreißig Jahre mit Unterbrechungen an den dicken Saiten. Diverse Bands, eine Menge Auditions mit teilweise schmerzhaften Erfahrungen (wenn man nicht wegen mangelndem instrumentellen Könnens, sondern wegen persönlicher Befindlichkeiten nicht genommen wird), Bands, die nicht aus dem Quark kamen oder schon nach kurzer Zeit wieder zerbröselten. Betrachte ich diese Historie, war mein Musikerleben wenig von Erfolg gekennzeichnet. Was mich aber nie verlassen hat, ist die Fähigkeit mich neu und mit ungebrochenem Elan an etwas Neues zu wagen. Und wenn ich etwas mache, dann mache ich es gründlich. Alles, was wert ist getan zu werden, ist wert übertrieben zu werden.

Es war im Jahre 2006

Nein, es war im Jahre 1993, nach Beginn eines neuen Single-Lebens, als ich eigentlich das erste Mal auf die Idee kam Klavier zu lernen. Jedoch konnte ich kein Klavier in meiner Zweieinhalb-Zimmer-Jetzt-Wohnung unterbringen, Fender Rhodes waren unerschwinglich für mich und ein "Keyboard" wollte ich nicht. So verfloss die Idee wieder. Immer weniger Möglichkeiten zu spielen, das Ende meiner langjährigen Band und der Wunsch nach musikalischer Unabhängigkeit brachten den Gedanken wieder zurück.

Eine alte Ensoniq EPS-16-Workstation meines Bruders landete dann in meinem Arbeitszimmer, und es weckte Begehrlichkeit. Als ich Anfang 2006 bei Musik Aktiv, mit dieser Begehrlickeit im Hintergrund, mehr als Spontankauf zu einem E-Piano kam, weil ich ja schon lange Klavier lernen wollte, hatte ich keine Ahnung was auf mich zu kam. Und mit 50 ein neues Instrument zu lernen ist schon eine Herausforderung. Inzwischen ist Zeit vergangen, ich habe schon Einiges gelernt, habe wieder einmal so eine Lernkurve hinter mir. Am Anfang kamen Fragen auf, die mir aus meiner 30-jährigen Bassisten-Vergangenheit doch sehr bekannt vorkamen. Wie gehe ich es an, was übe ich, was ist richtig und was ist falsch? Diese eigenen Lernschritte möchte ich gerne weitergeben, so wie ich es für den Bass seit Anfang der 90er getan habe, zusammen mit Material, auf das ich im vergangenen Jahr und in der Zukunft dann gestoßen bin.

Ist das Klavier das "bessere" Instrument?

Besser als Ketarre oder Bass? Nein, nicht besser latürnich, sondern anders. Im Vergleich zum Bass ist der große Vorteil, dass man im Üben und Spielen komplett autark ist. Man sieht Musik mit anderen Augen, in anderen Zusammenhängen. Der Bass ist und bleibt mein persönlicher Freund, der mich nun schon so viele Jahre begleitet hat.

Erster Schritt wird nun sein, das vergangene Jahr nachzuerfassen, die Anfänge und ersten Stolpersteine, ehe sie aus dem Gedächtnis entschwinden. Parallel dazu werde ich dann Material in den Sections erfassen, Links und alles weitere Material, was so im letzten Jahr entstanden ist. Einiges davon wird aus Finale, dem Notenprogramm, stammen, für das es aber eine Art Reader gibt. Aber dazu später mehr.

So, jetzt muss ich mich erst mal sortieren. :-))

 
©Rainer Böttchers, 1998-2006      Impressum/Credits & Maintainer